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Erstes Google-Handy wird in den USA vorgestellt

 

 Das erste Handy mit dem Google-Betriebssystem "Android" wird heute von der Telekom-Tochter T-Mobile in den USA vorgestellt. Vom Prinzip her könnte das Google-Handy, das der taiwanische Hersteller HTC baut und das den Namen "Dream" tragen soll, ein Konkurrent für das iPhone von Apple werden. Doch im Gegensatz zu Apple will Google kein eigenes Handy bauen, sondern "Android" den etablierten Handyherstellern anbieten. Der Preis soll Medienberichten zufolge bei ungefähr 200 Dollar liegen bei Abschluss eines Zwei-Jahres-Vertrages mit monatlicher Grundgebühr.

 

Mit dem Angebot, den etablierten Handyherstellern das Betriebssystem "Android" anzubieten, tritt Google vor allem in Konkurrenz mit Windows Mobile, das bislang etwa auf den Multimediahandys von HTC läuft. Auch den Weltmarktführer Nokia greift Google damit an: Der finnische Handybauer hatte erst kürzlich angekündigt, das Handy-Betriebssystem Symbian im Rahmen einer Stiftung weiterzuentwickeln.

Die Bedienung soll bei "Android", das auf dem kostenlosen Betriebssystem Linux basiert, ebenfalls über einen sogenannten Touchscreen, einen Berührbildschirm, erfolgen. Zusätzlich soll das erste Google-Handy aber auch über eine Klapptastatur verfügen. Die Funktionen werden voraussichtlich etwa die gleichen und die Benutzerführung ähnlich intuitiv sein.

Die Funktionen von "Android"-Handys sollen in etwa die gleichen sein, wie sie das iPhone bereits bietet: Neben dem Telefonieren können die Telefone fotografieren, haben einen Musikspieler, weisen per GPS-Satellitennavigation den Weg und bieten mit kleinen Zusatzprogrammen eine Menge nützliche Spielereien. Vor allem aber kann das Handy ins Internet gehen - und soll seine Benutzer dazu auch kräftig animieren. Dabei sollen die Handys des Internetkonzerns besonders flink sein und sich damit von anderen Mobiltelefonen abheben.

Die Idee ist die gleiche wie immer bei Google: Über den Internetzugang will der Konzern die Handys für Werbung optimieren - und auf diese Weise an seiner kostenlosen Software viel Geld verdienen. Auf dem Werbemarkt kennt sich Google aus, das Unternehmen ist dort im Internet schließlich Marktführer. Laut "New York Times" will Google Mobilfunkanbietern zudem anbieten, die Handykosten teils über Werbung zu finanzieren.

 

Google & Co durchsuchen nun auch Flash-Inhalte
Dynamische Textinhalte werden von Webcrawlern erfasst

Adobe hat heute, Dienstag, bekannt gegeben, sich in Zusammenarbeit mit Google und Yahoo um umfassendere Suchergebnisse für dynamische Web-Inhalte zu bemühen. Adobe stellt den Suchmaschinen-Betreibern optimierte Flash-Player-Technologie zur Verfügung, die laut Unternehmen eine bessere Indexierung von Inhalten im Flash-Dateiformat SWF ermöglicht. Damit sollen Mio. von Rich-Internet-Anwendungen (RIAs) und andere dynamische Webangebote auf Flash-Basis besser für die Einbindung in Internet-Suchen erschlossen und Anwendern somit leichter zugänglich gemacht werden. Bei Google ist eine erweiterte Suche für Textinhalte bereits implementiert, die jeweiligen Entwickler müssen dazu an ihrem Flash-Content nicht einmal Änderungen vornehmen.

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Bisher konnte der Inhalt von Flash-Angeboten von Suchmaschinen nur sehr begrenzt indexiert werden - ein Problem, das andere Rich-Internet-Technologien wie Microsofts Silverlight oder Java teilen. Bei SWF-Dateien war es zwar möglich, statische Textinhalte zu erfassen, aber der wichtige dynamische Content blieb den Webcrawlern der Such-Betreiber verschlossen. Das genügt nicht den Anforderungen des Web 2.0. "Unternehmen bauen ihre Webseiten inzwischen teils komplett in Flash", erklärt Adobe-Sprecher Alexander Hopstein gegenüber pressetext. Die optimierte Technologie verspricht nun, bei Flash-Content mehr des Webinhalts für die Crawler und damit letztendlich die Suchmaschinen-Nutzer sichtbar zu machen. Bei Google kommt die Technologie bereits zum Einsatz, in Verbindung mit eigenen Entwicklungsbestrebungen des Such-Marktführers.

Nach Angaben in Googles Webmaster-Central-Blog erfasst die Google-Suche ab sofort sämtliche dynamische Textinhalte aus SWF-Dateien, die Besuchern einer Webseite zu sehen bekommen. Die erweiterte Indexierung von Flash-Webangeboten erfolgt automatisch, Webentwickler müssen dazu keine Veränderungen an den SWF-Dateien vornehmen. Bilder dagegen werden derzeit nicht erfasst. "Wenn Google weniger informative Inhalte wie Copyright- oder Ladehinweise ignorieren soll, ziehen Sie in Erwägung, den Text durch ein Bild zu ersetzen", heißt es daher im Blog. Bei normalen HTML-Seiten besteht die Möglichkeit, Crawler durch entsprechenden Code anzuweisen, einzelne Teile eines Webangebots bei der Indexierung zu ignorieren. Damit besteht auch die Möglichkeit, die Indexierung einer SWF-Datei komplett zu unterbinden. Ein gezieltes Einschränken der Suche für einzelne Teilbereiche innerhalb eines Flash-Angebots sei derzeit allerdings nicht möglich, so Google auf Anfrage von pressetext.

Bei Yahoo, im Bereich Suche weltweit die Nummer zwei hinter Google, soll die erweiterte Suche in Flash-Inhalten in einem kommenden Update implementiert werden. Ob und wann auch weitere Suchanbieter wie AOL, Ask.com und Microsoft eine mithilfe von Adobe erweiterte Flash-Suche anbieten werden, scheint offen. "Wir haben vor, die Verfügbarkeit dieser Fähigkeit auszuweiten", heißt es seitens Adobe. Genauere Angaben wurden allerdings nicht gemacht. Der Rich-Internet-Mitbewerb schläft indes nicht. Eine Erweiterung der Such-Indizierung für Silverlight sei definitiv geplant, heißt es seitens Microsofts gegenüber pressetext. Eventuell könnten schon im Rahmen der Worldwide Partner Conference, die kommende Woche in Houston stattfindet, Details bekannt gemacht werden.


 

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Google und Yahoo paktieren im Online-Werbegeschäft

Die beiden Suchmaschinenbetreiber Google http://www.google.com und Yahoo http://www.yahoo.com haben eine gemeinsame Kooperation im Werbegeschäft bekannt gegeben. Yahoo wird demnach von Google verkaufte AdSense-Werbeanzeigen auf einigen seiner Webseiten in den USA und Kanada zulassen. Das Abkommen sei zunächst auf vier Jahre ausgerichtet und könne zweimal um je drei Jahre verlängert werden. Die Kooperation könne Yahoo rund 800 Mio. Dollar jährlich (rund 517 Mio. Euro) einbringen, teilte das Unternehmen aus Sunnyvale mit. Auf die eigenen Such- und Werbedienste von Yahoo hätte der aktuelle Schritt aber keinerlei Auswirkungen, diese würden auch weiterhin wie gewohnt fortgeführt. Neben der Zusammenarbeit in punkto Werbung gaben die beiden Internetkonzerne zudem bekannt, die gegenseitige Nutzbarkeit ihrer jeweiligen Instant-Messaging-Dienste besser aufeinander abstimmen zu wollen, um die Kommunikationsmöglichkeiten ihrer Kunden zu verbessern.

"Diese kommerzielle Vereinbarung erlaubt es Yahoo, seine Werbebotschaften in maßgeschneiderter Form an Nutzer zu schicken und stellt Werbetreibenden und Publishern eine bessere Werbetechnologie zur Verfügung", erklärt Eric Schmidt, CEO von Google. Auf diese Weise könne Yahoo seine wirtschaftlichen Erfolgsaussichten deutlich verbessern. "Die Kooperation ist auch ein wichtiger Schritt, um den Wettbewerb und die dynamische Struktur im Online-Werbesektor zu bewahren", ergänzt Schmidt. "Wir sind stolz auf die von uns entwickelten Werbetechnologien, die User mit individuell passenden Werbeeinblendungen versorgt. Durch das aktuelle Abkommen werden diese Vorteile auch für Yahoo und dessen großen Kundenkreis nutzbar", so Omid Kordestani, Senior Vicepresident im Bereich Global Sales und Business Development bei Google, im offiziellen Blog des Unternehmens.

"Das Internet ist ein Kooperationsgeschäft. Ähnliche Abkommen wie mit Yahoo haben wir auch mit anderen Suchmaschinenbetreibern wie AOL", meint Kay Oberbeck, Sprecher von Google Nordeuropa, auf Anfrage von pressetext. Die Vorteile der aktuell getroffenen Vereinbarung seien vielseitig. "Yahoo-Nutzer haben nun die Möglichkeit, an unserem Anzeigensystem zu partizipieren. Für Werbetreibende heißt das, dass sie künftig ihre Werbebotschaften zielgerichteter auf das Publikum abstimmen und versenden können", betont Oberbeck. Yahoo sei aber im Prinzip völlig frei, was die Nutzung der Google-Technologie betrifft. "Die Kooperation basiert auf einer nicht-exklusiven Vereinbarung, die Partnerschaft von Yahoo mit anderen Anbietern im Suchanzeigengeschäft wird nicht ausgeschlossen", stellt Oberbeck klar.

Die Auswirkungen der aktuellen Übereinkunft betreffen zunächst nur US-amerikanische und kanadische Webseiten. Pläne für weitere Länder gebe es dem Google-Sprecher zufolge zur Zeit nicht. Kartellrechtliche Bedenken seien aufgrund der Google-Yahoo-Partnerschaft nicht zu befürchten. Um sich dennoch diesbezüglich abzusichern, haben die Firmen dem US-Justizministerium freiwillig eine Überprüfungsfrist von dreieinhalb Monaten vor dem Inkrafttreten der Vereinbarung eingeräumt. "Als nicht-exklusives und rein kommerzielles Abkommen sehen wir keine Notwendigkeit eines kartellrechtlichen Einschreitens", so Oberbeck abschließend.



 

 

 

 

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